Die Frauen, die am Foto-Biografie-Projekt "sichtbar werden" teilgenommen hatten, präsentierten sich im Rahmen der Vernissage zur Foto-Ausstellung am 21. Juni selbstbewusst, strahlend und singend. Zusammen mit weiteren Projektteilnehmerinnen sowie Projektmitarbeiterinnen des QUIZMA-Projekts hatte Jonka Hristova, Opernsängerin und Mitarbeiterin von BIOTOPIA, zwei bulgarische Lieder mit dem kurzfristig ins Leben gerufenen „bulgarischen Chor in Mannheim“ einstudiert. Die Lieder umrahmten die Grußworte von BIOTOPIA-Geschäftsführerin Sabine Neuber, Zahra Deilami, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim sowie Angelika Staudt, Initiatorin des Foto-Biografie-Projektes und QUIZMA-Mitarbeiterin. In vielfältiger Weise dankten die Rednerinnen den Frauen für Ihre Offenheit und ihren Mut, ihre Lebensgeschichten und ihre Lebensmotti der Öffentlichkeit preiszugeben. Die „herausfordernden“ und nie gerade verlaufenden Lebenswege der Frauen wurden gewürdigt. Ebenso die (materiellen) Ergebnisse: die professionellen Portraitaufnahmen der Frauen auf großen Leinwänden sowie die mehrsprachige Foto-Text-Broschüre.

Die Ausstellung „sichtbar werden“ kann vom 22.06. bis zum 30.06.2022 zwischen 10:00 und 16:00 Uhr im COMMUNITYartCENTERmannheim in der Laurentiusstraße 16/ Ecke Mittelstraße in Mannheim-Neckarstadt-West besichtigt werden.

Und darum geht es:

Seit vielen Jahren engagiert sich BIOTOPIA für eine gute Integration von bulgarischen und rumänischen Menschen, die nach Mannheim (vor allem in den Jungbusch und Neckarstadt-West) zugewandert sind. Menschen, die sich hier ein besseres Leben erhoffen, vieles hinter sich gelassen haben, hart arbeiten und doch meist am Rand unserer Gesellschaft leben und wenn überhaupt, dann oft mit Vorbehalten wahrgenommen werden. So entstand die Idee, einige dieser Menschen aus ihrer Anonymität zu holen und für uns alle „sichtbar“ zu machen.

Mit acht Teilnehmerinnen unseres Integrationsprojekts QUIZMA führten wir ausführliche biographische Interviews, in denen die Lebenssituation der Frauen reflektiertet wurde:

  • „Was hatte sie bewegt, nach Deutschland zu kommen?“
  • „Wie war ihr Leben früher?“
  • „Was hat sich verändert?“ und
  • „Welche Wünsche haben sie für die Zukunft?“.

Aus den Gesprächen entstanden biographische Erzählungen über ihr Leben. Von dem Fotographen Thomas Raffler wurden parallel dazu professionelle Portraitfotos angefertigt und auf große Leinwände gedruckt. Im Ergebnis entstand eine tolle Broschüre mit den gesammelten Lebens-Geschichten und Bildern der Frauen und eine Foto-Ausstellung.

anka_simeonova_img_0311-1-web-.jpg titel:Anka Simeonova

Im Anschluss gehen die Werke weiter auf Wanderschaft, damit eine breite Öffentlichkeit von den Geschichten dieser Frauen erfahren kann.

Für den Druck der Broschüre haben wir finanzielle Unterstützung von Heidelberg iT Management sowie der Volksbank Sandhofen erhalten. Vielen Dank dafür.


Artikel vom 22.06.2022

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